Amsterdam – Liebe auf den ersten Blick

1. Tag – Hallo Amsterdam!

Schon bei der Ankunft im Flugzeug der KLM von Zürich (ZRH) nach Amsterdam (AMS) fühlte ich mich willkommen. Die gute Laune des Bordpersonals, wie auch deren niedliche Sprache entzücken mich. Und als eine Stroopwafel im Flugzeug als Snack ausgeteilt wurde, glänzten meine Augen.

Zu meinem Erstaunen fühlte sich die Ankunft am Flughafen Schiphol sehr vertraut an. Schon bald standen wir vor dem ersten Iamsterdam Symbol – dem wohl bekanntesten Schriftzug einer europäischen Stadt. Dieses Symbol ziert den Vorplatz des Amsterdamer Flughafens Schiphol.

I amsterdam - Flughafen Schiphol
I amsterdam – Flughafen Schiphol

Nach einem kurzen Fotostop suchten meine Freundin Jenny und ich eine Möglichkeit in die Stadt zu gelangen. Wir entschieden uns für den Zug. An einem der gelben Automaten in der Ankunftshalle kann man für 4 Euro pro Person ein Single Ticket kaufen. Bald fanden wir das richtige Gleis und warteten auf unseren Zug. Dieser war etwas älter und gelb. Dann ging es auch schon los Richtung Stadt.

Das erste, das wir von Amsterdam sahen, war ein grosser Turm behangen mit einer Plakatwand auf der „I am A’DAM“ stand.

– Jetzt – zu Hause – weiss ich was es damit auf sich hat. Dieser Turm befindet sich gleich neben dem „spaceship-like EYE Film Institute“ hinter dem Hauptbahnhof Amsterdams. Er heisst offiziell A’DAM Toren und wird anfangs 2016 fertiggestellt sein. A’DAM bedeutet ‚Amsterdam Dance and Music‘. Es soll ein kreativer Ort zum Schaffen, Erleben, Feiern, Übernachten und musizieren werden. –

Ankunft am „Amsterdam Centraal“

Bei der Ankunft am „Station Amsterdam Centraal“ erlebten wir sofort das geschäftige Treiben des Bahnhofsbetriebs der holländischen Hauptstadt. In der Unterführung war es ziemlich eng, doch wir fanden unseren Weg ins Freie recht schnell und die Sonne lachte uns auch schon entgegen. Auf der Suche nach dem richtigen Tram half uns ein älterer Mitarbeiter der städtischen Verkehrsbetriebe GVB. Er war sehr nett und gab uns sogar einen Prospekt mit allen Preisen und Zeiten der Bahn mit.

Für 2.80 Euro hätten wir für eine Stunde mit dem Tram in der ganzen Stadt herumfahren können, wir wollten jedoch nur so schnell wie möglich zu unserem Hostel stayokay gelangen, welches sich beim Vondelpark befindet. Mit dem Tram waren wir nach einer kurzen Fahrt beim Leidseplain, wo am Abend die Clubs um die Touristen buhlten.

Hostel stayokay

Bald schon fanden wir unseren Weg zum Hostel stayokay. – Das Hostel war super! Sehr sauber, das Hostelpersonal wirklich freundlich, gratis WLAN im Eingangsbereich, Fahrradverleih für 11 Euro pro 24h und das Beste –> das Frühstück war inklusive! Es war sehr ausgewogen, was sehr untypisch für ein Hostel ist: Es gab verschiedene Käse- und Fleischaufschnittsorten, diverse Brötchen und Toasts, Knäckebrot, Reiswaffeln, jeden Tag eine andere Frucht, frischen Orangen- und Apfelsaft, Milch wie auch Kaffee und Tee.

Auch unser Mädelszimmer mit sechs Hochbetten war geräumig und hatte einen kleinen Tisch in der Mitte. Jede bekam einen schmalen Schrank, den man mit dem selbst mitgebrachten Schloss abschliessen konnte (Schloss konnte auch an der Hostel-Reception gekauft werden). Es gab für jede von uns einen frischen Bettanzug sowie ein sauberes Kissen und eine dicke Decke. Ein Schlafsack war also nicht von Nöten. Wir hatten ein eigenes WC und eine separate Dusche.Ein Lavabo (Abwaschbecken) stand in der Ecke des Schlafraums. Dies war zugleich Vor- wie auch Nachteil. Denn die Dusche war sehr laut und man hörte alles, ausserdem hatte sie einen automatischen Lichtschalter, der nach gefühlten 5 Sekunden das Licht während des Duschens ablöschte und dann musste man mit den Händen umherwirbelnd um die Ecke winken, sodass sich das Licht wieder einschaltete. Entspanntes Duschen ist definitiv anders. –

Nachdem wir eingecheckt hatten, verstauten wir unser Gepäck in den Schliessfächern, da wir das Zimmer erst um 14.00 Uhr beziehen konnten. Was sich erst einfach anhörte, entpuppte sich als eine echte Herausforderung. Doch mit der Hilfe des Hostelstaffs konnten wir auch das Rätsel „Gepäckschliessfach“ lösen.

Erste Erkundungstour

Erst erkundeten wir den wundervollen Bloemenmarkt, ein echtes Farbenspiel. Dort kann man sich wohl jeden Tulpenknollen kaufen, den man mag. Von rot über grün, von weiss bis schwarz gibt es alle Tulpenfarben zu bestaunen und zu kaufen. Auf der gegenüberliegenden Seitenstrasse gibt es verschiedene Souvenirläden, (die alle das gleiche verkaufen), wie auch überteuerte Käseläden. Am besten sollte man diese Läden meiden und den Käse wie auch die Stroopwafeln im normalen Supermarkt kaufen. Ich weiss, weit nicht so „fancy“, doch preislich lohnt es sich allemal!

Unseren Hunger stillten wir nach dem kurzen Rundgang mit einem unbeschreiblich guten Sandwich bei B&B Lunchroom an der Leidsestraat. Ich kann deren Essen, als auch den frisch gepressten Orangensaft nur empfehlen, trotz des etwas teuren Preises! Auch super zum Frühstücken! Mit der neu gewonnenen Kraft, die wir dem schmackhaften Sandwich zu verdanken hatten, schauten wir uns in Amsterdams Shoppingstrassen nach den neusten Trends um.

Holland im Fussball WM-Fieber

Die Gassen waren geschmückt mit orangen Fähnchen und Fussballballons. Die ganze Stadt war während unseres Aufenthaltes im WM-Fieber und am Samstagaband würde das Spiel gegen Holland – Costa Rica stattfinden, das wir leider verpassen werden. Nach ein paar Stunden meldete sich Caroline per SMS bei mir, sie sei gut angekommen und auf dem Weg zum Hostel. Caroline ist meine Studienkollegin. Sie hatte einen anderen Flug gebucht, da sie noch ein wenig länger in Amsterdam bleiben würde und nach unserer Abreise bei einer Freundin übernachten konnte.

Im Nachhinein wäre ich noch liebend gerne länger geblieben… Nun denn, ich komme sicher wieder zurück! Zu dritt und somit komplett, besprachen wir bei einem Bier, was wir alles in Amsterdam anstellen könnten.  Eine Grachtenfahrt auf dem Boot und das Anne Frank Haus wollten wir anschauen. Beides haben wir bis zum Ende des vierten Tages nicht gemacht. Doch Pläne sind ja bekanntlich da, um über den Haufen geworfen zu werden!

Planänderung

Wir beschlossen am ersten Abend, das Anne Frank Haus zu besichtigen. Ich wusste schon vorher, dass man ziemlich lange anstehen musste, doch am Abend nach 18.00 Uhr sollte es weniger Besucher haben – weit gefehlt! Die Schlange war endlos! Leider konnten wir vor der Reise keine Online-Tickets mehr reservieren – doch ich kann dies nur empfehlen! Auf der Homepage des Anne Frank Haus kann man die Tickets für ein bestimmtes Datum reservieren. Am besten 2-3 Wochen vor dem Besuch bestellen!  Hier noch zu den Eintrittspreisen:

Erwachsene: € 9,- 10-17 Jahre: € 4,50 0-9 Jahre: Eintritt frei European Youth Card: € 4,50 mehr über die European Youth Card schreibe ich in einem anderen Artikel. Hier noch der Link zum Schweizer Anbieter der Karte: Young Swiss.

Dutch Essen

Jedenfalls dachten wir, dass wir bei der langen Schlange lieber noch etwas essen gehen und landeten in einer Dutch Kitchen. So Dutch war das alles aber gar nicht, doch war es trotzdem sehr lecker. Pommes Frites mit Salat und Satay-Spiessen und Weisswein. Mhhhhmmm….

Sehr lustig war auch die Besitzerin des Restaurants. Als sie merkte, dass wir kein Holländisch sprachen, rief sie aus „Oh what a pity and why but… you should…. and no…“ – keine Ahnung was das sollte, doch wir fanden es lustig. Ausserdem kam sie einmal zu uns an den Tisch und weiste uns zurecht „It’s not allowed to smoke in here!“ – „But we don’t smoke!“ – „Just saying…“ wieder schauten wir uns etwas wirr an, doch lachten darüber.

Satay Spiesse, Salat und Pommes
Satay Spiesse, Salat und Pommes

Als wir nach zwei Stunden nochmals zum Anne Frank Haus gingen, standen sie immernoch an. Dann wurde es uns langsam zu doof und wir entschieden uns zurück ins Hostel zu gehen zur Happy Hour in der Hostelbar. Die Happy Hour war super, wir schauten einen WM-Match und bekamen alles zum halben Preis. Auch lernten wir verschiedenste Leute aus aller Welt kennen und machten anschliessend mit ihnen die Touristenclubs Amsterdams unsicher.

Empfehlen kann ich da die Bar/den Club Candela, wenn man auf 70er, 80er, 90er Musik steht, wie auch den aktuellen Charts nicht abgeneigt ist. Ausser uns war meist niemand in den Bars/Clubs, da es Mittwochabend war. Doch wir liessen uns den Spass nicht nehmen und feierten bis tief in die Nacht. Ein wirklich gelungener Abschluss des ersten Tages in Amsterdam. Proost!


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