I amsterdam: Live-Music, Vondelpark and the cold of summer

2. Tag – I amsterdam

Noch benommen von der letzen Nacht, sassen wir wortkarg am Frühstückstisch. Kaffee war unser bester Freund, doch auch dieser konnte uns nicht lange davon abhalten nach dem Frühstück wieder ins Bett zu kriechen.

Unser nächster „Termin“ war erst um 15.00 Uhr. Wir wollten eine Coffee Shop Tour machen und dachten uns mit Hilfe der Karte würden wir den Treffpunkt schon finden. Weit gefehlt! Noch etwas beduselt vom Vorabend lasen wir die Karte falsch, anstatt des Treffpunkts mit der Nummer 2, gingen wir zu der Sehenswürdigkeit mit der Nummer 2, dem Rijksmuseum.

Dort angekommen war es schon nach 15.00 Uhr und weit und breit war kein „Coffee Shop Tour – Treffpunkt“ auszumachen. Wie auch, wenn wir am anderen Ende der Stadt waren?! ;) Da unsere Karte so ziemlich die unübersichtlichste Touristenmap war, die es geben konnte, beschlossen wir uns eine neue an der Touristenauskunft zu besorgen.

Dort unterhielten wir uns sicher 25 Minuten mit dem „Verkäufer“, der uns mit „Local Tips“ eindeckte und einer Karte, die uns die nächsten drei Tage den Weg wies. Auf ihr waren viele „Non touristic places“ markiert und Sachen, die man kostenlos machen konnte. Ausserdem kauften wir gerade noch die Tickets für die Coffee-Shop Tour am nächsten Tag, wie auch Tickets für die ICE-BAR Amsterdam. Etwas touristisches müssen wir ja noch machen! Und ich wollte schon immer mal in so eine Kältekammer, wenn nicht in der Schweiz, dann im Ausland.

Persönlicher Stadtplan
Persönlicher Stadtplan

Plötzlich ertönte laute Musik vom I amsterdam Symbol vor dem Rijksmuseum. Die Lieder waren uns bekannt und die Musik machte uns, wie man so schön in Schweizerdeutsch sagt „gwundrig“.

Wir beschlossen, uns zu den vielen Menschen zu gesellen, die zur Musik tanzten und begeistert waren von den vier jungen Männern, die auf ihren Instrumenten musizierten. Ihre Covers der Lieder jeder Stilrichtung waren einmalig. Sie brachten die Leute zum klatschen und tanzen. Die Sonne strahlte und der Himmel war blau – einfach ein perfekter Moment.

Nach dem sensationellen Auftritt  erfuhr ich, in einem kurzen Gespräch mit den Musikern, wer sie waren: Die junge Band nennt sich „Mooi weer op straat“. Sie haben gerade begonnen auf den Strassen Hollands zu musizieren und waren das erste Mal mit ihren Instrumenten in Amsterdam. Ich bedankte mich bei ihnen für die tolle Stimmung und wünschte ihnen alles Gute für die Zukunft. Sie waren wirklich toll!

Mooi weer op straat - Rijksmuseum
Mooi weer op straat – Rijksmuseum

Das Laufen, Tanzen und Klatschen machte uns hungrig. Der nächste Supermarkt war nicht weit weg. Mit Früchten, Gemüse, Käseaufstrich, Oliven, Wein und Brot gingen wir zurück in die Nähe des Hostels. Unser Ziel war der Vondelpark.

Dieser Park ist eine Oase in dem sich alle Welt am Abend trifft. Die Holländer schleppen sogar ihren Grill mit in den Park, auch nicht fehlen durfte natürlich eine Liege und die Musikbox.  Jeder genoss die warmen Sonnenstrahlen auf seiner Haut und die kühle Luft beim Fluss, der sich durch den Park schlängelte. Einige lehnten sich an Bäume, andere brutzelten ihr Fleisch über dem Grill auf der Wiese. Wir picknickten, tranken und entspannten uns, bevor wir nach 4 Stunden zurück ins Hostel gingen, um uns umzuziehen für die ICE BAR.

Picknick Vondelpark
Picknick Vondelpark
Vondelpark
Vondelpark

In der ICE BAR schlürften wir Cocktails und bereiteten uns auf das kalte Erlebnis vor. Ausgestattet mit einem dicken Poncho mit Kapuze und Handschuhen stiegen wir mit einer Horde Touristen in die -10 Grad Celsius kalte Eiskammer. Drinnen gabs zwei kalte Bier in Eisgläsern. Weiter gab es nicht viel zu sehen, ausser ein paar Eisskulpturen. Es war lustig, jedoch sehr kalt. Nach 20 Minuten hielten wir es nicht mehr aus. Zum Glück hatten wir nicht zu viel dafür bezahlt, denn das war wirklich nur touristisch.

ICE BAR AMSTERDAM
ICE BAR AMSTERDAM

Nach dem eiskalten Erlebnis erkundeten wir das, zu dieser späten Stunde, sehr überfüllte Rotlichtmilieu. Es war interessant, jedoch schockte mich der Anblick der anschaffenden Frauen in ihren Schaufenstern. Unterwegs kamen wir zufällig beim Erotic Museum vorbei. Für 7 Euro haben wir mehr erwartet, die Ausstellung war wild zusammengewürfelt und hatte keinen roten Faden. Jedoch war es interessant mal ein typisches Amsterdamer Haus von Innen zu sehen.

Erotic Museum Amsterdam
Erotic Museum Amsterdam
Rotlicht-Milieu Amsterdam
Rotlicht-Milieu Amsterdam

Nach dem kurzen Rundgang gingen wir zurück ins Hostel, um etwas Schlaf nachzuholen.

Goede nacht!


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